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Verbundestriche

Verbundestriche werden mit dem tragenden Untergrund "verklebt". Hierfür ist eine ausrecihende Oberflächenzugfestigkeit des Betonuntergrundes notwendig. Diese liegen im Mittelwert bei unbefahrenen Bereichen bei >= 1,0 N/mm² und bei befahrenen Bereichen bei >=1,5 N/mm². Zum erreichen der Oberflächenzugfestigkeiten wird der Betonuntergrund mechanisch im Fräs-, Kugelstrahl, Schleif oder Stcokverfahren bearbeitet. Es kann sein, dass mehrer Arbeitsgänge notwendig sind, um die gewünschten Ziele der Oberflächenzugfestigkeit zu erreichen. Teilweise müssen Maßnahmen zur Oberflächenverfestigung mittels Epoxidharz eingesetzt werden.

Die Haftverbindung übernehmen Haftbrücken. Diese können entweder mineralischer Basis (zementhaltig) oder Epoxidharzbasis (Epoxydreaktionsharz) hergestellt werden.

Die Stärke von Verbundestrichen sollte 40 mm nicht überschreiten, da sie sonst als dicke Verbundestriche zählen und gesondert gem. BEB-Merkblatt 4.2 zu behandeln sind.

 

Estrichbezeichnung eines Verbundzementestriches:

Ein Zementestrich als Verbundkonstruktion hat bspw. folgende korrekte Bezeichnung: CT-C30-F5-V65

aus den Abkürzungen sind folgende Schlussfolgerungen zu ziehen:

- CT = Zementestrich

- C30 = Druckfestigkeit (engl. compression) von mind. 30 N/mm²

- F5 = Biegezugfestigkeit (engl. = flexural) von mind. 5 N/mm²

- V = Estrichkonstruktion, welche direkt auf den Rohboden "verklebt" wird

- V40 = Schichtdicke 40 mm ab Oberkante Rohboden

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