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Dämmstoffarten

Dämmstoffe werden grundsätzlich in deren Funktion, ob sie die Aufgabe des Trittschall- oder des Wärmeschutzes übernehmen sollen, und in die Wahl der Ausgangsstoffe unterschieden (Mineralwolle oder Polysyrol).

Trittschalldämmstoffe (DES) sollen die Schallübertragung aus den Schwingungen des Laufens von einem Raum in den anderen reduzieren. Dafür ist es notwendig, dass die Trittschalldämmung unterbrechungsfrei verlegt ist und der daraufliegende Estrich/Bodenbelag mittels Randdämmstreifen keinen Kontakt zu aufgehenden Bauteilen oder einbauten hat.

Trittschalldämmstoffe teilt man hauptsächlich in Ihre dynamische Steifigkeit und deren Zusammendrückbarkeit ein:

Zusammendrückbarkeit (c) gibt Auskunft über die möglichen Verkehrslasten der Fußbodenkonstruktion!

  • < 2 mm entspricht dem Anwendungskurzzeichen nach DIN 4108-10: DES-sg (geringe Zusammendrückbarkeit)
  • < 3 mm entspricht dem Anwendungskurzzeichen nach DIN 4108-10: DES-sm (mittlere Zusammendrückbarkeit)
  • < 5 mm entspricht dem Anwendungskurzzeichen nach DIN 4108-10: DES-sh (hohen Zusammendrückbarkeit)

Die Zusammendrückbarkeit von Trittschalldämmstoffen sagt demzufolge etwas über die Steifigkeit aus. Je steifer/härter eine Trittschalldämmung ist, desto höher ist deren dynamische Steifigkeit s' (MN/m³) und entsprechend schlechter ist deren Trittschallverbesserung!

 

Wärmedämmstoffe (DEO) übernehmen die Aufgabe der Wärmeisolierung. Die Dicke und Güte der Wärmedämmung werden in der EnEV (Energieeinsparverordnung in der jeweils gültigen Fassung) und der DIN 4108-2 (Mindestanforderungen an den Wärmeschutz) bzw. durch den Fachplaner vorgegeben. Die aktuell auf dem Markt befindlichen Wärmedämmstoffe haben eine Wärmeleitzahl von 0,024  W/m*K (WLG 024 - Polyurethan-Dämmstoffe) bis 0,040 W/m*K (WLG 040 - normale Polystyroldämmstoffe).

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